“Gott, du machst mich fertig!” – “Ja, du mich auch.”
7 03 2011Kleines Rätsel:
Ein Mann steigt in ein Auto, möchte losfahren und stirbt an einem Herzinfarkt. Was ist passiert?
Lösung gibt es am Ende, ich hoffe ich bin nicht die Einzige die daran so verzweifelt ist 😀 Oder eher andere daran verzweifeln lässt, ich glaub Freddi hat die Krise bekommen, als ich einfach ewig gebraucht habe um das zu lösen…
Eigentlich ganz lustig wie wir dazu kamen Rätsel zu lösen: Wir schlafen ja jetzt in meinem Auto – ja, das kleine Ding, mit dem ich mich fortbewege und eigentlich nicht zum Schlafen ausgelegt ist. Vor allem nicht für große Menschen. Aber irgendwie haben wir dann doch noch zwei etwas komplizierte Positionen im Auto gefunden in denen man vielleicht hätte schlafen können, aber es war einfach so unbequem, dass wir noch ewig wach lagen und, naja, Rätsel gelöst haben… oder halt auch nicht!
Richtig beängstigend wurde das ja kurz vor Rätsels Lösung, als neben uns erst ein Auto vorbeigefahren ist (wir standen auf einem Rastplatz neben dem Highway), kurz eine Runde im Wald gedreht hat, dann ein zweites Auto gekommen ist, die beiden haben dann kurz gegenüber gestanden, das erste Auto ist weg, das zweite hat jetzt seine Runde gedreht. Hatte man ja erst einmal keine Ahnung was das ganze soll, dann ist das zweite Auto auch noch auf uns zu, hat neben uns gehalten, wir haben hoch geguckt und schon totale Panik, dass das die Polizei ist. Vor allem haben wir ja ohne Brillen auch nichts gesehen! Dann haben wir halt kurz hochgeguckt, die haben uns auch noch mit Taschenlampen ins Gesicht geleuchtet, wir hatten immer noch keinen Plan was das ganze jetzt soll und haben eigentlich erwartet, dass da jetzt einer rauskommt oder so… Aber nichts! Die sind dann einfach weiter und abgehauen.
Unsere Vermutung: Die hatten mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen – die haben Drogen ausgetauscht. Freddi meinte gesehen zu haben, dass das doch eher Jugendliche waren und halt eine abgelegene Stelle gesucht haben und dann schließlich nur überprüft haben ob bei uns im Auto die Polizei sitzt… naja, jedenfalls ist nichts passiert, die Polizei hat uns auch nicht erwischt und irgendwie haben wir dann auch noch mehr oder weniger geschlafen… Aber Wildcampen allein werde ich wohl erst einmal nicht mehr machen, wenn wir dann wieder getrennte Wege gehen, das ist mir doch ein bisschen zu aufregend.
Das ganze war übrigens in Twizel – an dem Freitag sind wir ja von Queenstown aus nach Twizel aufgebrochen, haben überlegt die Herr der Ringe-Tour auf die Pelennor Fields (die Gegend von der Riesenschlacht ganz am Ende des dritten Teils) zu machen, haben es dann aber doch gelassen und sind weiter nach Mt Cook – Neuseelands größtem Berg. Und ab und zu hatten wir sogar Glück und er hat mal seine Spitze gezeigt. Sieht man hier ja auch nicht immer 🙂
Am Samstag ging es dann weiter nach Lake Tekapo durch das Mackenzie Hochland. Auf das hatte ich mich ja schon die ganze Zeit in Neuseeland gefreut, ganz einfach
wegen der Buchreihe “Im Land der langen weißen Wolke”, die hier angelegt ist. Und weil ich den Charakter im Buch von James McKenzie so toll fand, den gab es übrigens auch in Wirklichkeit. Der hat damals von den ganzen großen Schafstationen immer einzelne Schafe geklaut und die in das damals noch unbekannte Hochland geführt. Das ging dann auch einige Jahre, die Schafe hatte er immer wo anders verkauft, so die große Kohle gemacht, wurde dann irgendwann aber auch geschnappt… Und er hat befreit, wurde wieder geschnappt, deportiert und was weiß ich noch alles, jedenfalls ist er sozusagen der Entdecker des Hochlandes, das sich so super für die Schafzucht geeignet hat und deswegen hat man es jetzt auch nach ihm benannt. Mal so kleine Hintergrundsgeschichte nebenbei 😉
Wetterbedingt konnte man jetzt hier auch nicht so viel machen, wir waren am Observatorium, an der “Church of the Old Shepherd” (da steht halt so eine kleine Kirche, die total bekannt ist und super oft fotografiert wird, aber eigentlich hab ich keine Ahnung, was daran so besonders ist) und das Hütehund-Denkmal.
Naja, und sonst halt Zeit absitzen…
Am Sonntag dann großer Abschied nach genau 2 Wochen campen und weiter nach Ashburton – arbeiten! Man, wie ich mich freue…
Lösung:
Der Mann war früher Leichenfahrer, ist jetzt nach einem Berufswechsel Taxifahrer und befindet sich auf seiner ersten Fahrt im neuen Job. Der erste Kunde sitzt im Auto, sagt wo es hingeht und fasst den Taxifahrer an, der von der Berührung (er war ja vorher nur Leichen im Auto gewohnt…) so geschockt ist, dass er einen Herzinfarkt bekommt.


